Unsere Vorbilder: Franziskus – Clara – Elisabeth 

Franziskus von Assisi

Franziskus von Assisi

Francesco Bernardone, 1182 in Assisi (Italien) geboren.

Gestorben am 3. Oktober 1226 in Assisi (Italien), sein Gedenktag ist der 4. Oktober.

Als Sohn wohlhabender Eltern erlebte er eine unbekümmerte Jugend. 1205 zog er in den Krieg gegen die Nachbarstadt Perugia, geriet in Gefangenschaft und kam krank und innerlich als ein anderer Mensch zurück. Seit dieser Zeit suchte er nach seinem Weg.

Sein Vater, der reiche Kaufmann, verstand seinen Sohn nicht mehr und enterbte ihn öffentlich. Franziskus gab seinem Vater alles, auch seine Kleider, die er trug, zurück. Der Bischof nahm ihn unter seinen Schutz. Franziskus begann kleine Kapellen zum Beten aufzusuchen. Wenn sie am Zerfall waren, bettelte er um Steine und baute sie wieder auf.

Als Wanderprediger zog er, wie einst die Apostel, durch das Land. Sein Lebensthema wurde es, dem armen Jesus nachzufolgen. Neben Hohn und Spott der wohlhabenden Bürger und Kleriker bewirkte er auch Nachdenken und Betroffenheit. Frauen und Männer ließen sich von ihm inspirieren und kamen durch ihn zur Jesusnachfolge.

Bild: Franziskus von Sr. Animata Probst, OSF

Klara von Assisi

Klara von Assisi

Chiara Offreduci, 1193/94 in Assisi (Italien) geboren.

Gestorben am 11. August 1253 in Assisi (Italien), ihr Gedenktag ist der 11. August.

Als Tochter wohlhabender Adeliger ist sie in Assisi geboren und aufgewachsen.
Dort erlebte sie den Kaufmannssohn Francesco, der erst als Lebemann auffällt, nach seiner Bekehrung jedoch radikal als „Armer unter den Armen“ die Nachfolge Jesu lebt.
Tief davon beeindruckt verließ sie gegen den Willen ihrer Familie das Heimathaus und begann bei den Brüdern ein religiöses Leben in Armut.
Mit Hilfe von Franziskus gründete sie eine Frauengemeinschaft in der kleinen Kirche von San Damiano vor den Toren Assisis.
Als erste Frau in der Kirche schrieb sie eine eigene Ordensregel, die wie die des hl. Franziskus beginnt: „unseres Herrn Jesu Christi heiliges Evangelium zu beachten“.
Erst kurz vor ihrem Tod erhielt sie dafür die Anerkennung.
Gegen alle Vorstellungen der Kirche und des Papstes kämpfte sie um das Privileg der vollkommenen Armut.
Sie wollte mit ihrer Gemeinschaft im Vertrauen auf Gott ganz von Spenden leben und nicht wie andere Gemeinschaften Ländereien besitzen.

Bild: Hl. Clara – von Sr. Clara Winkler, OSF

Elisabeth von Thüringen

Elisabeth von Thüringen

Elisabeth von Thüringen, 1207 in Pressburg (Ungarn) geboren.

1231 in Marburg an der Lahn gestorben. Ihr Gedenktag ist der 19. November.

Elisabeth war die Tochter von König Andreas II. von Ungarn und seiner Frau, Gertrud von Andechs.
Als Vierjährige wurde sie mit dem Thüringer Landgrafensohn Hermann verlobt und von Ungarn auf die Wartburg / Thüringen gebracht.
Hermann starb jung, sein Bruder Ludwig verliebte sich in Elisabeth.
1221 heirateten Ludwig und Elisabeth, sie war 14 Jahre alt.
Drei Kinder wurden den glücklichen Eheleuten geschenkt.
Elisabeth zeichnete sich durch hohe Sensibilität gegenüber den Armen aus.
Das Leben der Franziskaner als radikal Arme in der Nachfolge Jesu begeisterte sie.
Aber nur weil ihr Mann zu ihr stand, war es ihr möglich ihre Liebe zu den Armen zu leben.
Nach seinem Tod 1227 verließ sie die Burg, um als Witwe ihre Liebe zu Gott und den Menschen radikal zu verwirklichen.
Ihre Kinder gab sie notgedrungen in die Obhut Verwandter.
Mit ihrem Witwenvermögen errichtete Elisabeth 1229 in Marburg ein Spital und benannte es nach Franziskus.
Sie arbeitete dort als Pflegerin bis zu ihrem Tod mit 24 Jahren.

Foto: Glasfenster: „Elisabeth“, Schwestern-Kapelle, Dillinger Franziskanerinnen, Kleinostheim Künstler: Sieger Köder