Das Politischen Abendgebet am 04.02.2026 begann mit einem Blick auf die aktuellen Geschehnisse in der Welt: Krieg in der Ukraine, in Afrika, im Nahen Osten und …., Hungersnöt im Sudan und anderswo, gewaltsame Ausweisung von Migranten in den USA und anderswo, das Töten von Menschen, die für die Rechte anderer auf die Straße gehen.
Auch in unserer Familie, in unserer nächsten Umgebung gibt es viel, über das wir jammern (können und das auch tun): eine plötzliche schwere Krankheit, ein schwerer Unfall oder „nur“ der Nachbar, der den Hausflur mit dreckig macht oder die Frau, die sich in der Schlange vor der Kasse vordrängelt …
Es gibt Vieles zum Jammern, denn es gibt Unrecht, Unglück und Schicksalsschläge. Und Ja, wir dürfen auch mal jammern.
Aber: beim Jammern dürfen wir nicht stehenbleiben! Sonst ziehen wir uns selbst und andere nur runter und wir ändern damit gar nichts.
Als Christen haben wir einen Auftrag! Wir können dem Jammer etwas entgegensetzen. Oder etwa nicht?
Was? das Gute. Es ist nicht immer offensichtlich. Aber: Das Gute existiert!
Manchmal müssen wir nach dem Guten Ausschau halten, es bewusst wahrnehmen und davon erzählen.
Als Christen sollen und wollen wir selbst gut sein und Gutes tun. Wir können uns an Jesus orientieren!
Im Buch Micha steht: „Es ist dir gesagt worden, Mensch, was gut ist, und was der Herr von dir erwartet: Nichts anderes als dies: Recht tun, Güte lieben und achtsam mitgehen mit deinem Gott.“ (Micha 6,8)
Recht tun: nicht nur reden, sondern tun, was recht ist und gerecht. Tun, was der Würde des Mitmenschen entspricht und dem Gemeinwohl dient. Es geht im Kleinen: wem stimme ich zu, wo widerspreche ich? Welche Partei ich (nicht) wähle. Wie ich mich in sozialen Medien verhalte.
Güte lieben: gut sein. Dem anderen wohlwollend begegnen. Gönnen können, sich mitfreuen, Lasten mittragen, dableiben, wenn das Leben schwer wird…
Achtsam mitgehen mit deinem Gott: sich an Gott und seine Weisungen halten, wach und sensibel durchs Leben gehen. Gottes Wege führen immer zu den Menschen.
Zum Abschluss des Abendgebets ein Segenswunsche: „Mit dem Segen Gottes gehen wir in diese Welt. Mit dem Segen des Schöpfers, der Versöhnung schafft zwischen Gott und Mensch, zwischen Himmel und Erde, zwischen uns Menschen. Mit dem Segen unseres Herrn Jesus Christus, dem Friedensstifter, der uns Menschen zum Bruder wurde und zum Erlöser aus Unfrieden und Ungerechtigkeit. Mit dem Segen der Heiligen Geistkraft, die uns auf den Weg Jesu Christi weist, damit wir ihm nachfolgen und selbst zu Friedensstifterinnen und Friedensstiftern werden.“