AKTUELLES VON UNS

Neues von den Dillinger Franziskanerinnen - Unser Nachrichtenblog

Wir leben an vielen Orten. Dort geschieht Leben. Vielfältig, farbig und auch schwarz-weiß. Was bei uns alles passiert, erleben Sie in „Aktuelles von uns“ – quasi der Nachrichtenblog der Dillinger Franziskanerinnen

Kreativnachmittag bei den Schwestern
in Maria Medingen Le Celle

Acht Mädels im Grundschulalter haben die Einladung zum ersten Kreativnachmittag im Konvent Le Celle angenommen! Am Freitag den 13.3., kamen Sie ins Kloster Maria Medingen.
Die Sonne zeigte sich von ihrer strahlenden Seite, so dass Schwestern und Kinder sich im Park bei einigen Spielen kennenlernen konnten. Dann ging es ins Haus, wo Acrylfarben, Pinsel und Blumentöpfe bereit standen. Mit Eifer und Fantasie entstanden wunderschöne Oster-Hasen-Blumentöpfe. Gut geeignet, um Kresse zu säen, die dann zum Osterfrühstück geerntet werden kann.
Nach einem kleinen Snack mit Apfelschnitzen und Keksen ging es weiter. Anhänger in unterschiedliche Formen: verschiedene Tiere und Eier aus festem Papier wurden mit Filzstiften bemalt. Es gab reichlich Anhänger, so dass auch noch einige mit nach Hause genommen werden konnten, damit sie dann auch für den Osterstrauß in der Familie reichen.
Im Kloster gehört auch eine kleine Einheit in der Kapelle dazu. Die Mädchen kamen mit in die Kapelle der Schwestern zum Abendlob. Sie hörten aufmerksam die Geschichte von der Taube Jona. Jona war eine besondere Taube. Sie lebte in der Zeit, in der noch alle Dinge zusammengehörten. Alle Begabungen, Talente und Fähigkeiten, die in der Welt gebraucht wurden, hatte sie in ihrer Obhut. Als die Menschen auf die Erde kamen, riefen sie Jona um Hilfe, immer wieder. Und Jona half gerne. Beim Zuhören, beim Trösten, beim Haus bauen, bei den Schulaufgaben, beim Streit schlichten, beim Ordnung machen, beim …
Aber es wurde mehr und mehr und Jona wusste nicht mehr, wo sie zuerst helfen sollte. Sie war überfordert und am Ende ihrer Kraft. Sie zog sich zurück und dachte lange nach. Das war die Lösung: sie würde ihr Federkleid rupfen und alle Begabungen, Fähigkeiten und Talente den Menschen geben. So machte sie es. Und die Menschen machten sich die Fähigkeiten, Begabungen und Talente zu eigen. Niemand kann alles und keiner kann nichts. Gemeinsam können wir viel – wenn wir uns gegenseitig helfen und unterstützen. Alle werden gebraucht, um der Erde ein menschliches Antlitz
Zum Abschluss des Kreativnachmittags gab es noch eine gute und gesunde Brotzeit bei wirklich netten Gesprächen.
Das Gemeinsamkreativsein und die Gemeinschaft gefiel Mädels und Schwestern.

TEILEN UND VERBINDEN – Franziskanische Armut

Schon zum 7. Mal trafen wir uns zur Zukunftswerkstatt. Das Motto Du führst uns hinaus ins Weite(r) begleitete uns auch diesmal.

Beim letzten Treffen der Zukunftswerkstatt stellten wir uns der Frage: „Was macht uns aus als Dillinger Franziskanerinnen?“. Gemeinsam entdeckten wir die Vielfalt, die uns in den langen Jahren zugewachsen ist. Darin entdeckten wir auch die Frage: „Wie wollen wir als Dillinger Franziskanerinnen leben?“ Ein wesentlicher Aspekt des franziskanischen Lebens ist das Gelübde der Armut. Es ist uns eine Herausforderung und ein Stachel. So stellten wir uns beim 7. Treffen diesem Gelübde mit der Überschrift: „Teilen und verbinden – franziskanische Armut“

Mit ihrem Impuls führte Sr. Martina zur Armut hin. Sie nannte drei Worte:

  • Komfort = damit verbinden wir behaglich, angenehm; doch seine Wurzel hat das Wort in confortis (lat.), das so viel bedeutet wie stärken, trösten. Wer/was stärkt mich? Wer/was tröstet mich?
  • Vergnügen: in diesem Wort steckt genug, zufriedenstellen, eine Freude machen/haben. Was macht mich vergnügt? Was ist mir eine Freude?
  • Genügsamkeit: auch hier ist das Wort genug zu finden. Was ist genug? Was genügt?
  • Franziskus von Assisi schreibt in seinen Ermahnungen: „Wo Armut ist mit Fröhlichkeit, da ist nicht Habsucht noch Geiz.“ Er hat die Armut sehr radikal gelebt und spürte darin Freude. Und heute? Wie können wir das Gelübde der Armut heute leben?

Durch die franziskanischen Quellenschriften ließen wir uns inspirieren, wie Franziskus die Armut lebte.

Einige Aussagen, die wir uns nach der Beschäftigung mit den Schriften notierten:

  • Die wahre Armut führte Franzikus zu Gott. Er nahm die Armut als Gefährtin an, damit er den Weg Gottes finden konnte.
  • Das Leben Jesu und das Evangelium betrachten und vertiefen. Daraus Entscheidungen für unser Leben treffen. Das führt zur Freiheit.
  • Ich brauche mich nicht vergleichen.
  • Das „Lebensnotwendige“ darf ich annehmen.
  • Verantwortung im Umgang mit dem Besitz (den wir haben), mit geschenktem Besitz und in Freiheit entscheiden.
  • Das Vertrauen auf den Herrn setzen, der für die Seinen sorgt.
  • Es geht um innere Freiheit.
  • Über Armut reden ist leicht, aber in Taten …

Angeregt durch die Worte von Franziskus stellten wir uns der Frage: Wie ist es bei uns mit der Armut?
Einige Stichworte luden ein zum Schreibgespräch:

  • „Armut als Macht“, „Armut als Elend“, „Armut als Zartheit“, „Armut als Freiheit“, „Armut als Gegenentwurf“ mit den Aspekten spirituell – biblisch – franziskanisch und sozial-politisch
  • „Hier sind wir arm…“, „Hier wollen wir arm sein…“, „Hier sind wir nicht arm, aber das ist ok so…“

Viele Gedanken, Worte, Fragen… wurden aufgeschrieben. Im anschließenden Synodalen Dialog tauschten wir uns in Kleingruppen aus.

Angeregt durch die Provinzweisung „Armut und Solidarität“ wurden wir immer konkreter:
Wir leben nicht arm, da wir durch unsere Gemeinschaft gehalten und abgesichert sind. Doch daraus ist es uns ein Anliegen, solidarisch zu leben – solidarisch mit Menschen, die in Armut leben, solidarisch mit der Mitwelt, solidarisch in Gerechtigkeit.

Von der 7. Zukunftswerkstatt nimmt jede persönlich mit: Welche konkreten Veränderungen möchte ich nach der Zukunftswerkstatt für mich umsetzten?
Und die konkreten Erkenntnisse und Veränderungen für unsere Provinzgemeinschaft nehmen wir mit ins Provinzkapitel, das in der Woche nach Ostern stattfindet.

32 Schwestern gut begleitet von F.-J. Wagner ließen sich in Bamberg wieder auf die Zukunftswerkstatt ein.

 

 

Helau! Fasching im Kloster!

Musik und Tanz, Lachen und Bewegung, Büttenreden, Sketsche, natürlich auch leckere Faschingskrapfen oder (und?) Küchle: zünftig Fasching feiern, das mögen viele unsere Schwestern. Ein Prosit der Gemütlichkeit! und ganz sicher „wir kommen alle, alle in den Himmel“.

Die einen haben schon am lumpigen Donnerstag oder eben ganz passend an Weiberfasching gefeiert. Das Mutterhaus gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern schon am Vormittag mit Frühstück und gemeinsamen fröhlichem Beisammensein. Im Haus St. Clara fand die Gaudi dann am Nachmittag statt. Mit viel Musik und Tanz und den alten Schlagern von früher!

Klein und fein in unserem Konvent Maria Schnee. Mit Polonaise durch das ganz Haus (einschließlich Küche) in St Elisabeth, Sendelbach. Geisterstunde in Maria Medingen.  Und in Berlin war die Kirchenmaus in der Bütt…

Auf den Fotos sind Schwestern aus verschiedenen Konventen zu sehen – manche kaum zu erkennen, aber alle haben Spaß an der Freud.

Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr!

Ich-Du-Wir

Gemeinsam aufbrechen in eine neue Zukunft

800 Jahre franziskanisches Leben und Rückschau auf 25 Jahre INFAG – das wollten wir miteinander feiern!
Gerne folgten die Schwestern aus Michelfeld und Zell der Einladung nach Lauterhofen. Franziskanisch teilen, das bedeutete für uns „bring and share“. So entstand ein buntes Buffet mit Spezialitäten aus den Regionen der Konvente.

Zu Beginn trafen sich die Schwestern zum Abendlob in der Kapelle in Lauterhofen. In der Mitte eine Kerze mit dem Ikonenbild der Franziskanischen Familie, die Muttergottes der Barmherzigkeit. Feierlich wurde die Kerze entzündet. Das Licht ist ein Zeichen, dass Gott unter uns gegenwärtig ist und alle Dunkelheit erhellt.

Das gemeinsame Singen und Beten in Verbindung mit allen franziskanischen Geschwistern ist für uns eine Ermutigung den Weg in die Zukunft weiterzugehen.

Leib und Seele gehören zusammen. Wir teilten Essen und unser Leben! Wir freuten uns an den Begegnungen und ließen uns die Köstlichkeiten schmecken.
Zum Schluss waren wir uns alle einig: So etwas wollen wir wieder erleben!

Raus aus dem Jammertal!
politisches Abendgebet in der Klosterkirche Dillingen

Das Politischen Abendgebet am 04.02.2026 begann mit einem Blick auf die aktuellen Geschehnisse in der Welt: Krieg in der Ukraine, in Afrika, im Nahen Osten und …., Hungersnöt im Sudan und anderswo, gewaltsame Ausweisung von Migranten in den USA und anderswo, das Töten von Menschen, die für die Rechte anderer auf die Straße gehen.

Auch in unserer Familie, in unserer nächsten Umgebung gibt es viel, über das wir jammern (können und das auch tun): eine plötzliche schwere Krankheit, ein schwerer Unfall oder „nur“ der Nachbar, der den Hausflur mit dreckig macht oder die Frau, die sich in der Schlange vor der Kasse vordrängelt …

Es gibt Vieles zum Jammern, denn es gibt Unrecht, Unglück und Schicksalsschläge. Und Ja, wir dürfen auch mal jammern.

Aber: beim Jammern dürfen wir nicht stehenbleiben! Sonst ziehen wir uns selbst und andere nur runter und wir ändern damit gar nichts.

Als Christen haben wir einen Auftrag! Wir können dem Jammer etwas entgegensetzen. Oder etwa nicht?

Was? das Gute. Es ist nicht immer offensichtlich. Aber: Das Gute existiert!

Manchmal müssen wir nach dem Guten Ausschau halten, es bewusst wahrnehmen und davon erzählen.

Als Christen sollen und wollen wir selbst gut sein und Gutes tun. Wir können uns an Jesus orientieren!

Im Buch Micha steht: „Es ist dir gesagt worden, Mensch, was gut ist, und was der Herr von dir erwartet: Nichts anderes als dies: Recht tun, Güte lieben und achtsam mitgehen mit deinem Gott.“ (Micha 6,8)

Recht tun: nicht nur reden, sondern tun, was recht ist und gerecht. Tun, was der Würde des Mitmenschen entspricht und dem Gemeinwohl dient. Es geht im Kleinen: wem stimme ich zu, wo widerspreche ich? Welche Partei ich (nicht) wähle. Wie ich mich in sozialen Medien verhalte.

Güte lieben: gut sein. Dem anderen wohlwollend begegnen. Gönnen können, sich mitfreuen, Lasten mittragen, dableiben, wenn das Leben schwer wird…

Achtsam mitgehen mit deinem Gott: sich an Gott und seine Weisungen halten, wach und sensibel durchs Leben gehen. Gottes Wege führen immer zu den Menschen.

Zum Abschluss des Abendgebets ein Segenswunsche: „Mit dem Segen Gottes gehen wir in diese Welt. Mit dem Segen des Schöpfers, der Versöhnung schafft zwischen Gott und Mensch, zwischen Himmel und Erde, zwischen uns Menschen. Mit dem Segen unseres Herrn Jesus Christus, dem Friedensstifter, der uns Menschen zum Bruder wurde und zum Erlöser aus Unfrieden und Ungerechtigkeit. Mit dem Segen der Heiligen Geistkraft, die uns auf den Weg Jesu Christi weist, damit wir ihm nachfolgen und selbst zu Friedensstifterinnen und Friedensstiftern werden.“

Herzlichen Dank für lange Jahre Mitarbeit auf unserer Pflegestation!

Nach mehr als 20 Jahren Dienst als Pflegefachkraft verabschiedeten sich Frau Veh und Frau Winter von den Kolleginnen und Schwestern auf der Pflegestation. Beide dürfen nun ihren Ruhestand genießen, wie auch Frau Wittmann, die auf der Pflegestation als hauswirtschaftliche Mitarbeiterin für das leibliche Wohl der Schwestern sorgte. Bei der letzten gemeinsamen Stationsbesprechung wurden die drei mit warmen Worten und einem Blumenstrauß verabschiedet. Ein besonderes Geschenkt zur Erinnerung an die vergangenen Jahre war das Fotoalbum mit Bildern von Schwestern und früheren und jetzigen Kolleginnen, vom Alltag auf der Station, von Festen (legendär: Oktoberfest!) und …

Unsere Schwestern können sich noch nicht vorstellen, wie es ist, wenn die drei nicht mehr da sind.

Wir freuen uns auf die versprochenen Besuche im Haus und wünschen Gottes Segen für den Ruhestand.