AKTUELLES VON UNS

Neues von den Dillinger Franziskanerinnen - Unser Nachrichtenblog

Wir leben an vielen Orten. Dort geschieht Leben. Vielfältig, farbig und auch schwarz-weiß. Was bei uns alles passiert, erleben Sie in „Aktuelles von uns“ – quasi der Nachrichtenblog der Dillinger Franziskanerinnen

Verleihung des Bürgerbriefes der Stadt Dillingen an Sr. Michaela Speckner

Beim Neujahrsempfang der Stadt Dillingen werden jährlich Menschen geehrt, die sich in beispielhafter Weise – oft – ehrenamtlich für das Gemeinwohl der Stadt einsetzen.

Auch heuer war es am 05. Januar so weit. Der Stadtrat hatte entschieden, vier Einzelpersönlichkeiten für ihr herausragendes Lebenswerk auszuzeichnen. Oberbürgermeister Frank Kunz verlieh den Bürgerbrief der Stadt Dillingen an Herrn Karlheinz Wieser, Frau Marieluise Hartmann, Herrn Manfred Keiß und an Sr. M. Michaela Speckner.

Als Schulleiterin baute Sr. Michaela eine Schule, eine Vorschule, eine Tagesstätte und eine Frühförderung für Menschen mit geistiger Behinderung auf. Sie betreute schulvorbereitend die Kinder in drei Gruppen und unterrichtete in 14 Klasse, bis sie als Gesamtleiterin für Regens Wagner Hohenwart ihren Lebens- und Wirkungsort nach Oberbayern verlegte.
Der Same, den sie im Namen von Regens Wagner säen durfte aber wuchs weiter und ist 100-fach aufgegangen, weil engagierte Kolleginnen und Kollegen diesen Samen in vielfältiger Weise weiterentwickelt haben. Es freut Sr. Michaela und erfüllt sie mit Dankbarkeit, wenn sie sieht, wie Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Behinderung selbstverständlich lernen dürfen, in eine Schule gehen, arbeiten, souverän auftreten, im „Stadtbild“ von Dillingen, ja dazugehören!

Sr. Michaela, die sich im Namen der vier Geehrten für die Auszeichnung bedankte, zitierte in ihrer Rede Kardinal John Henry Newman: „Gott hat einen bestimmten Plan mit mir;  ich bin an meinem Platz so nötig wie ein Erzengel am Seinigen“. Diese Aussage sei nicht nur für die  vier Geehrten zutreffend, sondern für jeden Menschen!

Sr. Michaela endete mit einem Gebet der hl. Clara: „Herr sei gelobt, dass du mich erschaffen hast“ – und führte den Gedanken weiter: Es ist schön, wenn man von sich sagen kann; Herr sei gelobt, dass Du mich erschaffen hast!

Sie wünschte allen Gästen, dass jede und jeder von sich sagen kann: Gott danke, dass du mich erschaffen hast!

100 Jahre Leben

Am 28. Dezember 2025 feierte unsere Mitschwester Anastasia Freihart im Kreis der Mitschwestern ihren 100. Geburtstag. Stellvertretend für die Stadt Dillingen gratulierte Frau Schweizer und im Namen der Provinzgemeinschaft gratulierte Sr. Martina Schmidt.

Sr. Anastasia gehört mehr als 3/4 ihres Lebens zu den Dillinger Franziskanerinnen. Sie ist gelernte Krankenschwester und lebte unter anderem in der Schweiz (Brisago) und in Italien (Rom La Storta). Sr. Anastasia blickt gerne zurück auf ihr reiches Leben und schaut vertrauensvoll in die Zukunft. Sie hat ein ausgezeichnetes Gedächtnis und nimmt trotz einiger altersbedingter Einschränkungen gerne aktiv teil am Leben unserer Gemeinschaft, ihrer Familie und dem Geschehen in Kirche und Welt.

Wir gratulieren auch auf diesem Weg und wünschen Gottes Segen.

Grecciofeier in Maria Medingen am 25.12.2025

Viele Familien nahmen die Einladung zu unserer Grecciofeier  am 1. Weihnachtsfeiertag in die Klosterkirche Maria Medingen an. Die Bläsergruppe des Musikvereins Wittislingen umrahmte die Feier mit weihnachtlichen Klängen. Bruder Franziskus erzählte von seiner Idee, Weihnachten mit allen Sinnen erfahrbar zu machen und lud zu einer Zeitreise ins Jahr 1223 ein- Damals bat er seinen Freund Giovanni aus dem Bergdorf Greccio um seine Hilfe. Er wollte das Weihnachtswunder sichtbar machen, indem das Evangelium „lebendig“ wurde.

Wie Giovanni und die Dorfbewohner damals zogen wir auf dem Weg zur Krippe durch den mit Kerzen erhellten Kreuzgang des Klosters. Zurück in der Kirche fanden wir Maria, Josef und das Christkind in der Krippe, umringt von Engeln. Eine lebendige Krippe, wie damals in Greccio. Beim Vorlesen des Weihnachtsevangeliums kamen auch Maria, Josef, die Hirten (mit Hirtenhund!) und die Engel zu Wort.

Der Heilige Franziskus gab uns einige Worte zum Nachdenken und den Segen und nach dem Lied „Stille Nacht“ durften alle die Heilige Familie aus der Nähe anschauen. Das war besonders für die Kinder ein Ereignis. Ein lebendiges Baby in der Krippe!

Wir danken Familie Decker aus Wittislingen mir ihrer kleinen Frida (8 Wochen). Übrigens: unsere Engel lagen als Baby auch als Christkind in der Krippe.

Alle Jahre wieder – Einladung zum Weihnachtsessen für Bedürftige in Kaiserslautern

„Alle Jahre wieder …“ Am 1. Weihnachtsfeiertag luden die Dillinger Franziskanerinnen in Kaiserslautern „Bedürftige“ zum Festessen ein. Diese Tradition pflegen unsere Mitschwestern schon seit Jahrzehnten. Bedürftig sind Menschen, die arm sind oder obdachlos, oder die alleine sind und gerne gemeinsam mit anderen Weihnachten feiern.

In diesem Jahr gab es ein Wildhirschedelgulasch mit Blaukraut und Knödeln (250), gesponsert von den Schwestern (Gulasch) und drei Firmen. Sr. Susanna bereitet das Festmahl mit Unterstützung der Mitschwestern zu. Den Service übernehmen die Schwestern.

In diesem Jahr folgten mehr als 70 Frauen, Männer und Kinder der Einladung. Sie freuten sich sehr über die festlich gedeckte Tafel und das gute Essen. Die Gäste hofften auch auf die Weihnachtspakete der Schülerinnen der St. Franziskusschulen. Insgesamt 100 Pakete hatten die Schülerinnen gepackt und zum Weihnachtsgottesdienst der Schule mitgebracht. Im Schulhof ist eine Krippe aufgebaut. Dort legten die Mädchen „ihre“ Gaben bei dem Jesuskind ab. Der Inhalt der Pakete ist dann eine Überraschung: Es können Süßigkeiten, Dosen mit Fleisch, Fisch, Wurst, Käse und nichtalkoholische Getränke darin sein. Oder auch Toilettenartikel, wie z.B. Zahnbürsten, Zahnpasta, Pflegemittel. Auch Kissen und Schlafsack waren zu sehen.

Jeder Gast erhielt ein Geschenk. Freude und Dankbarkeit waren zu spüren.

Nicht nur zur Weihnachtszeit, sondern auch während des Jahres kommen bedürftige Menschen in die Schule und bekommen eine Mahlzeit. Viele kommen regelmäßig. Für manche, die zum Weihnachtsessen nicht kommen konnten und sich deshalb entschuldigt haben, wird das Geschenkpaket aufgehoben, bis sie das nächste Mal kommen.

Aus Alt mach Neu!
Hauskappelle im Mutterhaus neugestaltet

Dank Sr. Nicole Oblinger bekam die Anbetungskapelle im Mutterhaus, Dillingen ein neues Gesicht.

Der Raum ist heller und lichter und leerer geworden.
Die Mitte bildet der Tabernakel aus der ehemaligen Schwesternhauskapelle des Dillinger Krankenhauses.

Gott im eigenen Herzen und Leben eine Wohnung zu bereiten – darauf kommt es an.

Die Kapelle kann uns daran erinnern.

UN-Klimakonferenz in Brasilien
internationale Kampagne der Ordensgemeinschaften für Klimagerechtigkeit

Vom 10. bis 21. November 2025 findet im brasilianischen Belém die UN-Klimakonferenz (COP30) statt. Vor diesem Hintergrund haben die Vereinigungen der Generaloberinnen und Generaloberen der Ordensgemeinschaften (UISG und USG) mit weiteren Organisationen aus dem Ordensbereich eine Erklärung „Ordensleben für Klimagerechtigkeit: Hoffnung in Taten umsetzen“ veröffentlicht. Für die Deutsche Ordens- obernkonferenz (DOK) hat jetzt Vorsitzender Br. Andreas Murk OFM Conv die Erklärung unterzeichnet. Anliegen der Erklärung ist es, die Dringlichkeit des Handelns in der Klimakrise zu betonen, von deren zunehmend schwerwiegenden Auswirkungen insbesondere Menschen mit niedrigem und mittlerem Einkommen in Entwicklungs- und Industrieländern betroffen sind.

Die Unterzeichner fordern die Delegierten der COP30 und die Regierungen nachdrücklich zum Einsatz für folgende Maßnahmen auf:

  • Die Schulden armer Länder erlassen, da ungerechte und nicht tilgbare Schulden die Ressourcen für Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel und zur Eindämmung seiner Folgen nicht beeinträchtigen sollten.
  • Den Fonds für Verluste und Schäden (FRLD) stärken, indem ausreichende Mittel bereitgestellt werden, um die schwerwiegenden Auswirkungen des Klimawandels zu bekämpfen.
  • Klare Ziele für eine gerechte Energiewende festlegen, die darauf abzielen, die CO2-Emissionen zu reduzieren. Dabei müssen die historischen Verantwortlichkeiten, die Achtung der Menschenrechte – insbesondere der Rechte indigener Völker –, Wertschätzung und Schutz der Natur und ein Vorrang nachhaltiger Lebensgrundlagen gegenüber gewinnorientierten Modellen Berücksichtigung finden.
  • Klare Ziele für die Entwicklung eines globalen Ernährungssystems festlegen, das auf Ernährungssouveränität und agroökologischen Praktiken basiert. Es sollte kulturell angepasste Methoden für Produktion, Verarbeitung, Verteilung und Verzehr von Lebensmitteln fördern.

Die Ordensgemeinschaften und Kongregationen sehen sich mit diesem Anliegen als Teil der katholischen Kirche vereint mit „allen Menschen guten Willens“, die sich für eine gerechte Zukunft für alle einsetzen.

Neben den Oberenvereinigungen ist unter den Kampagnenverantwortlichen und Erstunterzeichnern die USG/UISG-Kommission für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung (JPIC Comission). Für sie hat deren Vorsitzende, Generaloberin Sr. Miriam Altenhofen SSpS, unterzeichnet. Außerdem sind die ordensgetragenen Nichtregierungsorganisationen VIVAT International, Jesuits for Climate Justice und Franciscans International beteiligt.

Die Erklärung sowie ein begleitendes Dossier finden sich auf der Internetseite https://www.ecojesuit.com/cop30campaign/

Pressemitteilung der DOK vom 29. Oktober 2025

Netzwerk „Eine Erde“

Aufruf zu „Gebet für unsere Erde“ (Papst Franziskus)

Der Countdown zur Weltklimakonferenz (COP30) in Belém in Brasilien läuft. Die Vorbereitungen sind in vollem Gange. Auch einige Mitgliedsorganisationen wie Misereor, KLJB oder Brot für die Welt werden vor Ort sein, die Verhandlungen beobachten und die Stimmen der Zivilgesellschaft einbringen. Dies ist ein entscheidender Moment, denn die Rahmenbedingungen für effektive Klimapolitik haben sich nicht wirklich verbessert seit der letzten Klimakonferenz in Baku. Trotz der zunehmend spürbaren Folgen der Klimakrise zieht die Welt weiterhin nicht an einem Strang. An einigen Stellen gibt es zwar Fortschritte, doch bleibt all das weiterhin unterm Strich viel zu wenig, um die Erwärmung auf 2 Grad zu beschränken, geschweige denn auf die im Pariser Abkommen erwähnten 1,5 Grad.

Das Netzwerk „Eine Erde“, mit dem die DOK über die Konferenz Weltkirche verbunden ist, lädt ein, die COP 30 in Brasilien mit dem „Gebet für unsere Erde“ von Papst Franziskus zu begleiten.

Es ruft dazu auf, in allen Gottesdiensten, die in der Zeit der Weltklimakonferenz vom 10.-21. November 2025 stattfinden, das „Gebet für unsere Erde“ von Papst Franziskus einzubinden. Das Gebet steht im Schlussteil seiner Enzyklika Laudato si‘. Es ist ausdrücklich als Gebet für alle formuliert und ökumenisch einsetzbar. Nähere Informationen und Materialien hier auf netzwerk-eine-erde.de

Wir Dillinger Franziskanerinnen unterstützen das Engagement für ein Gelingen der Klimakonferenz in Brasilien und bitten auch Sie, sich in das gemeinsame Gebet einzuklinken.