AKTUELLES VON UNS

Neues von den Dillinger Franziskanerinnen - Unser Nachrichtenblog

Wir leben an vielen Orten. Dort geschieht Leben. Vielfältig, farbig und auch schwarz-weiß. Was bei uns alles passiert, erleben Sie in „Aktuelles von uns“ – quasi der Nachrichtenblog der Dillinger Franziskanerinnen

Helau! Fasching im Kloster!

Musik und Tanz, Lachen und Bewegung, Büttenreden, Sketsche, natürlich auch leckere Faschingskrapfen oder (und?) Küchle: zünftig Fasching feiern, das mögen viele unsere Schwestern. Ein Prosit der Gemütlichkeit! und ganz sicher „wir kommen alle, alle in den Himmel“.

Die einen haben schon am lumpigen Donnerstag oder eben ganz passend an Weiberfasching gefeiert. Das Mutterhaus gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern schon am Vormittag mit Frühstück und gemeinsamen fröhlichem Beisammensein. Im Haus St. Clara fand die Gaudi dann am Nachmittag statt. Mit viel Musik und Tanz und den alten Schlagern von früher!

Klein und fein in unserem Konvent Maria Schnee. Mit Polonaise durch das ganz Haus (einschließlich Küche) in St Elisabeth, Sendelbach. Geisterstunde in Maria Medingen.  Und in Berlin war die Kirchenmaus in der Bütt…

Auf den Fotos sind Schwestern aus verschiedenen Konventen zu sehen – manche kaum zu erkennen, aber alle haben Spaß an der Freud.

Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr!

Ich-Du-Wir

Gemeinsam aufbrechen in eine neue Zukunft

800 Jahre franziskanisches Leben und Rückschau auf 25 Jahre INFAG – das wollten wir miteinander feiern!
Gerne folgten die Schwestern aus Michelfeld und Zell der Einladung nach Lauterhofen. Franziskanisch teilen, das bedeutete für uns „bring and share“. So entstand ein buntes Buffet mit Spezialitäten aus den Regionen der Konvente.

Zu Beginn trafen sich die Schwestern zum Abendlob in der Kapelle in Lauterhofen. In der Mitte eine Kerze mit dem Ikonenbild der Franziskanischen Familie, die Muttergottes der Barmherzigkeit. Feierlich wurde die Kerze entzündet. Das Licht ist ein Zeichen, dass Gott unter uns gegenwärtig ist und alle Dunkelheit erhellt.

Das gemeinsame Singen und Beten in Verbindung mit allen franziskanischen Geschwistern ist für uns eine Ermutigung den Weg in die Zukunft weiterzugehen.

Leib und Seele gehören zusammen. Wir teilten Essen und unser Leben! Wir freuten uns an den Begegnungen und ließen uns die Köstlichkeiten schmecken.
Zum Schluss waren wir uns alle einig: So etwas wollen wir wieder erleben!

Raus aus dem Jammertal!
politisches Abendgebet in der Klosterkirche Dillingen

Das Politischen Abendgebet am 04.02.2026 begann mit einem Blick auf die aktuellen Geschehnisse in der Welt: Krieg in der Ukraine, in Afrika, im Nahen Osten und …., Hungersnöt im Sudan und anderswo, gewaltsame Ausweisung von Migranten in den USA und anderswo, das Töten von Menschen, die für die Rechte anderer auf die Straße gehen.

Auch in unserer Familie, in unserer nächsten Umgebung gibt es viel, über das wir jammern (können und das auch tun): eine plötzliche schwere Krankheit, ein schwerer Unfall oder „nur“ der Nachbar, der den Hausflur mit dreckig macht oder die Frau, die sich in der Schlange vor der Kasse vordrängelt …

Es gibt Vieles zum Jammern, denn es gibt Unrecht, Unglück und Schicksalsschläge. Und Ja, wir dürfen auch mal jammern.

Aber: beim Jammern dürfen wir nicht stehenbleiben! Sonst ziehen wir uns selbst und andere nur runter und wir ändern damit gar nichts.

Als Christen haben wir einen Auftrag! Wir können dem Jammer etwas entgegensetzen. Oder etwa nicht?

Was? das Gute. Es ist nicht immer offensichtlich. Aber: Das Gute existiert!

Manchmal müssen wir nach dem Guten Ausschau halten, es bewusst wahrnehmen und davon erzählen.

Als Christen sollen und wollen wir selbst gut sein und Gutes tun. Wir können uns an Jesus orientieren!

Im Buch Micha steht: „Es ist dir gesagt worden, Mensch, was gut ist, und was der Herr von dir erwartet: Nichts anderes als dies: Recht tun, Güte lieben und achtsam mitgehen mit deinem Gott.“ (Micha 6,8)

Recht tun: nicht nur reden, sondern tun, was recht ist und gerecht. Tun, was der Würde des Mitmenschen entspricht und dem Gemeinwohl dient. Es geht im Kleinen: wem stimme ich zu, wo widerspreche ich? Welche Partei ich (nicht) wähle. Wie ich mich in sozialen Medien verhalte.

Güte lieben: gut sein. Dem anderen wohlwollend begegnen. Gönnen können, sich mitfreuen, Lasten mittragen, dableiben, wenn das Leben schwer wird…

Achtsam mitgehen mit deinem Gott: sich an Gott und seine Weisungen halten, wach und sensibel durchs Leben gehen. Gottes Wege führen immer zu den Menschen.

Zum Abschluss des Abendgebets ein Segenswunsche: „Mit dem Segen Gottes gehen wir in diese Welt. Mit dem Segen des Schöpfers, der Versöhnung schafft zwischen Gott und Mensch, zwischen Himmel und Erde, zwischen uns Menschen. Mit dem Segen unseres Herrn Jesus Christus, dem Friedensstifter, der uns Menschen zum Bruder wurde und zum Erlöser aus Unfrieden und Ungerechtigkeit. Mit dem Segen der Heiligen Geistkraft, die uns auf den Weg Jesu Christi weist, damit wir ihm nachfolgen und selbst zu Friedensstifterinnen und Friedensstiftern werden.“

Herzlichen Dank für lange Jahre Mitarbeit auf unserer Pflegestation!

Nach mehr als 20 Jahren Dienst als Pflegefachkraft verabschiedeten sich Frau Veh und Frau Winter von den Kolleginnen und Schwestern auf der Pflegestation. Beide dürfen nun ihren Ruhestand genießen, wie auch Frau Wittmann, die auf der Pflegestation als hauswirtschaftliche Mitarbeiterin für das leibliche Wohl der Schwestern sorgte. Bei der letzten gemeinsamen Stationsbesprechung wurden die drei mit warmen Worten und einem Blumenstrauß verabschiedet. Ein besonderes Geschenkt zur Erinnerung an die vergangenen Jahre war das Fotoalbum mit Bildern von Schwestern und früheren und jetzigen Kolleginnen, vom Alltag auf der Station, von Festen (legendär: Oktoberfest!) und …

Unsere Schwestern können sich noch nicht vorstellen, wie es ist, wenn die drei nicht mehr da sind.

Wir freuen uns auf die versprochenen Besuche im Haus und wünschen Gottes Segen für den Ruhestand.

Verleihung des Bürgerbriefes der Stadt Dillingen an Sr. Michaela Speckner

Beim Neujahrsempfang der Stadt Dillingen werden jährlich Menschen geehrt, die sich in beispielhafter Weise – oft – ehrenamtlich für das Gemeinwohl der Stadt einsetzen.

Auch heuer war es am 05. Januar so weit. Der Stadtrat hatte entschieden, vier Einzelpersönlichkeiten für ihr herausragendes Lebenswerk auszuzeichnen. Oberbürgermeister Frank Kunz verlieh den Bürgerbrief der Stadt Dillingen an Herrn Karlheinz Wieser, Frau Marieluise Hartmann, Herrn Manfred Keiß und an Sr. M. Michaela Speckner.

Als Schulleiterin baute Sr. Michaela eine Schule, eine Vorschule, eine Tagesstätte und eine Frühförderung für Menschen mit geistiger Behinderung auf. Sie betreute schulvorbereitend die Kinder in drei Gruppen und unterrichtete in 14 Klasse, bis sie als Gesamtleiterin für Regens Wagner Hohenwart ihren Lebens- und Wirkungsort nach Oberbayern verlegte.
Der Same, den sie im Namen von Regens Wagner säen durfte aber wuchs weiter und ist 100-fach aufgegangen, weil engagierte Kolleginnen und Kollegen diesen Samen in vielfältiger Weise weiterentwickelt haben. Es freut Sr. Michaela und erfüllt sie mit Dankbarkeit, wenn sie sieht, wie Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Behinderung selbstverständlich lernen dürfen, in eine Schule gehen, arbeiten, souverän auftreten, im „Stadtbild“ von Dillingen, ja dazugehören!

Sr. Michaela, die sich im Namen der vier Geehrten für die Auszeichnung bedankte, zitierte in ihrer Rede Kardinal John Henry Newman: „Gott hat einen bestimmten Plan mit mir;  ich bin an meinem Platz so nötig wie ein Erzengel am Seinigen“. Diese Aussage sei nicht nur für die  vier Geehrten zutreffend, sondern für jeden Menschen!

Sr. Michaela endete mit einem Gebet der hl. Clara: „Herr sei gelobt, dass du mich erschaffen hast“ – und führte den Gedanken weiter: Es ist schön, wenn man von sich sagen kann; Herr sei gelobt, dass Du mich erschaffen hast!

Sie wünschte allen Gästen, dass jede und jeder von sich sagen kann: Gott danke, dass du mich erschaffen hast!

100 Jahre Leben

Am 28. Dezember 2025 feierte unsere Mitschwester Anastasia Freihart im Kreis der Mitschwestern ihren 100. Geburtstag. Stellvertretend für die Stadt Dillingen gratulierte Frau Schweizer und im Namen der Provinzgemeinschaft gratulierte Sr. Martina Schmidt.

Sr. Anastasia gehört mehr als 3/4 ihres Lebens zu den Dillinger Franziskanerinnen. Sie ist gelernte Krankenschwester und lebte unter anderem in der Schweiz (Brisago) und in Italien (Rom La Storta). Sr. Anastasia blickt gerne zurück auf ihr reiches Leben und schaut vertrauensvoll in die Zukunft. Sie hat ein ausgezeichnetes Gedächtnis und nimmt trotz einiger altersbedingter Einschränkungen gerne aktiv teil am Leben unserer Gemeinschaft, ihrer Familie und dem Geschehen in Kirche und Welt.

Wir gratulieren auch auf diesem Weg und wünschen Gottes Segen.