Vier Posaunen, meisterlich gespielt vom Leipziger Posaunenquartett OPUS 4. Die „Trompete der tiefen Lage“ entstand in ihrer heuten Form bereits um 1450 in Burgund. Im 16. Jahrhundert erfreute sich das Instrument solcher Beliebtheit, dass sie in verschiedenen Stimmlagen gebaut wurde. Doch schon bald beschränkte man sich auf die heute noch üblichen Alt-, Tenor- und Bassinstrumente. Seit dem 18.Jahrhundert hat das Posaunen-Trio unterschiedlicher Verteilung der drei Stimmlagen einen festen Platz im Orchester. Daneben reicht die lange Tradition des Posaunenspiels von mittelalterlichen Stadtpfeifern über evangelische Posaunenchöre
bis zu modernen Quartette. Dennoch gibt es nur wenige eigens für die Posaune geschriebene Werke. So verwundert es nicht, dass sich im Programm des Leipziger Posaunenquartetts OPUS 4 kaum Originalkompositionen, sondern vor allem Bearbeitungen finden. Ein Großteil der Arrangements stammt vom Gründer und Leiter des Ensembles Jörg Richter selbst. Dabei stehen Stücke aus Renaissance und Barock ebenso auf dem Programm wie moderne bzw. populäre Kompositionen. Es beweist, dass sich die Posaune wie kaum ein anderes Instrument für alte und neue Musik bis hin zum Jazz gleichermaßen eignet. Ein Ideal das dem Ensemble OPUS 4 besonders am Herzen liegt, ist der typisch weiche Posaunenklang.
Das Posaunenquartett Opus4 mit Posaunisten des Gewandhausorchesters zu Leipzig wurde 1994 gegründet. Heute besteht das Ensemble aus Jörg Richter und Dirk Lehmann vom Gewandhaus zu Leipzig, sowie Michael Peuker – Posaunist an der Sächsischen Bläserphilharmonie und Wolfram Kuhnt Bassposaunist an der Staatskapelle Halle.
Am 27. Juni stehen Werke von Claudio Monteverdi, Ludwig Senfl, Don Carlo Gesualdo, Josquin des Prez, Tomas Luis de Victoria, Heinrich Schütz, Johann Sebastian Bach, Anton Bruckner, Felix Mendelssohn Bartholdy, Irving Berlin und George Gershwin auf dem Programm.
Die Klosterkirche Maria Medingen hat eine hervorragende Akustik. Freuen Sie sich auf dieses außergewöhnliche Konzert!