Heute feiert die franziskanische Familie das Portiuncula-Fest.
Drei Kilometer unterhalb von Assisi findet sich eine Kapelle, die Kapelle „Portiuncula“.
Diese Kapelle ist berühmt, weil dort die franziskanische Bewegung ihren Ursprung nahm und Franziskus am 3. Oktober 1226 im Kreis seiner Brüder starb.
Zurzeit des Franziskus lag die Kapelle als Ruine in einem Steineichenwald.
Der Überlieferung zufolge stellte Franziskus sie und zwei weitere Kapelle im Umkreis mit eigenen Händen wieder her, nachdem er Jesus vom Kreuz von San Damiano her sprechen hörte: „Siehst du nicht, dass mein Haus verfällt? … stelle es wieder her.“
Jedes Jahr an Pfingsten hielten die Minderbrüder hier in Portiuncula ihre Kapitel ab, die sogenannten „Mattenkapitel“. Sie kamen zu Fuß und lagerten sich auf Strohmatten, auf denen sie auch schliefen; daher der Name des Treffens.
Auch wir Dillinger Franziskanerinnen treffen uns für zwei Wochen zum Generalkapitel hier in Dillingen/ Donau. Es nehmen gewählte Vertreterinnen zusammen mit den Provinzleiterinnen aus den Provinzen in Brasilien, Indien und Deutschland und die Konventoberin aus Nordamerika mit uns Schwestern der Generalleitung an diesem Treffen teil. Neben der Begegnung stehen auch aktuelle Fragen an, z. B. wie wir gut in die Zukunft gehen können beim Rückgang der Mitgliederzahlen, wie wir Interkulturalität leben können und wie wir gute Wege angesichts von (spirituellem) Machtmissbrauch gehen können.
Schwestern, lasst uns anfangen!

Sr. Friederike Müller, OSF