Das Evangelium am 5. Sonntag der Osterzeit aus dem Johannes-Evangelium 14, 1–12, beinhaltet eine Fülle verheißungsvoller Bilder, die Mut machen, das Leben mit Jesus zu wagen:

Zwei möchte ich auswählen:

Jesus sagt: „Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott und glaubt an mich!“

 So Vieles kann im Moment unser Herz belasten: Krisen in Kirche und Welt und womöglich im persönlichen Leben.
Jesus lädt uns ein, unser ganzes Vertrauen auf ihn zu setzen.
Das „tr“ im Wort „Vertrauen“ ist sprachgeschichtlich verwandt mit dem englischen „tree“ für Baum: Wer auf Gott vertraut, darf sich verwurzeln, bekommt Halt und einen festen Stand. Natürlich geht das nicht auf Knopfdruck, es braucht Zeit und viel Geduld.
Aber mit IHM können wir den Stürmen des Lebens standhalten. Dann wirft uns so schnell nichts um.

Später im Text sagt Jesus: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.“

Unter den vielen Meinungen, die uns tagaus tagein begegnen, ist es schwer festzustellen, was wirklich wahr, was „fake“ ist oder künstlich erstellt. Gut, dass Jesus unser Weg, Wegbegleiter und Ziel ist, der echtes Leben ermöglicht. Auf ihn können wir uns verlassen, auch wenn alles, was tragfähig schien, uns verlässt.

 

 

 

Sr. Ulrike Stein, OSF