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7 Kapellen sind seit 2016 an den Radwegen im Dillinger und Augsburger Land durch die Siegfried und Elfriede Denzel Stiftung entstanden.

Doch nicht mit dem Rad, sondern zu Fuß begleiteten Sr. Judith und Sr. Hedwig den Exerzitienkurs, der unter dem Thema stand „Der entgegenkommende Gott“.
Die Exerzitanten erwanderten sich die 7 Kapellen. Jede Kapelle ermöglicht eine andere, neue und persönliche Begegnung mit dem „entgegenkommenden Gott“.

Verschiedene Bibelstelle vertieften die Erfahrung: Egal wie die Situationen des persönlichen Lebens sind, ob freudig und glücklich oder schwierig und sinnlos, Gott begleitet unser Leben und macht Schritte auf uns zu.

Die Tage der Exerzitien begannen mit dem Morgenlob und einem Tagesimpuls. Am Vormittag und Nachmittag machten sich die Teilnehmenden auf den Weg zur je einer Kapelle. Die besuchten Kapellen gaben das Thema des Tages durch ihre Bauweise und in der Botschaft des Architekten vor.

Alle Kapellen wurden als sehr beeindruckend erfahren. Jede Kapelle ist in ihrer je eigenen Botschaft und Ausdrucksweise ein heiliger und macht Ort der Gottesbegegnung ermöglicht.

Der Abend war der Reflexion der Tageseindrücke gewidmet. In der Agapefeier und der Stillen Zeit konnten die Erfahrungen des Tages dankbar vertieft werden.

Einige Eindrücke der Kapellen:  

 

Wenn Sie auf den Geschmack gekommen sind, die7 Kapelle zu erradeln oder zu erwandert, finden Sie hier weitere Informationen.

 

 

 

Rund 200 Schwestern trafen sich am Samstag, den 14. Mai, um die Gründung der Deutschen Provinz der Dillinger Franziskanerinnen zu feiern.
Beim Festgottesdienst in der Studienkirche und beim Festakt im Zelt war die Hoffnung auf einen guten gemeinsamen Weg in die Zukunft spürbar.

„Aus Traum und Tränen sind wir gemacht.“ Unter diesem Motto stand der feierliche Gottesdienst in der Studienkirche. Zelebrant und Prediger P. Cornelius Bohl, Provinzial der Deutschen Franziskanerprovinz, erinnerte in seiner Predigt an den Traum Gottes vom Menschen. „Der Stoff, aus dem Gottes Träume sind, ist die Erde“, so sagte er. Franziskanisch träumen bedeutet, mit beiden Beinen auf der Erde zu stehen, sich die Hände schmutzig zu machen im Kontakt mit den Nöten dieser Erde und dabei den Traum Gottes von einer geschwisterlichen Welt im Alltag umzusetzen.

Sr. Martina Schmidt, Provinzleiterin der Deutschen Provinz, führte im Festakt den Gedanken weiter. Auch wenn die Zahlen der Ordensmitglieder zurückgehen, gebe es gute Gründe, hoffnungsvoll in die Zukunft zu gehen. Solange die Gemeinschaft einen gemeinsamen Traum habe, solange sie wisse, wofür sie stehe und zu Reformen bereit sei, könne sie wirksam sein. Sie forderte ihre Schwestern auf, „die franziskanische Lebensart uneigennützig, unverdrossen, bescheiden und treu in die Welt zu tragen“.
Sr. Roswitha Heinrich und die Schwestern des Generalrates dankten den 15 Schwestern der bisherigen drei Provinzleitungen und beglückwünschte die sechs Schwestern der neuen Provinzleitung. In entspannter Atmosphäre genossen die Schwestern die musikalischen Intermezzi einer Schwesterngruppe, originelle Beiträge, die Zeit zu Begegnung und Austausch.

Die Dillinger Franziskanerinnen, gegründet 1241 in Dillingen, sind ein internationaler Orden mit Gemeinschaften in Deutschland, Spanien, Brasilien, Indien und den USA. Die drei bisher selbständigen deutschen Provinzen der Dillinger Franziskanerinnen Bamberg, Maria Medingen und Regens Wagner schlossen sich zum 01.01.2022 zur Deutschen Provinz zusammen.
350 Schwestern gehören zur Provinzgemeinschaft. Die Schwestern engagieren sich beruflich vorwiegend in pastoralen und sozialen Berufen, in Schulen, Kinderheimen und in Einrichtungen der Regens-Wagner-Stiftungen sowie in der Hospizarbeit. Die Provinz ist Trägerin dreier Kindertagesstätten, zweier Gäste- und Bildungshäuser, zweier Pflegeinrichtungen für eigene Ordensmitglieder.
Sie beschäftigt ca. 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den verschiedenen Standorten.

 Den feierlichen Gottesdienst zum Gründungsfest können Sie hier gerne anschauen:

  1. Begrüßung und Eröffnung
  2. Wortgottesdienst
  3. Eucharistie, Sege und Sendung

 

 

Eine musikalische Reise aus Anlass des 175. Jubiläums des Regens Wagner Werkes

Der 03. April 2022 war ein besonderer Abend!

Im voll besetzten St. Stanislaus-Saal in Dillingen erlebten eine Reihe von Dillinger Franziskanerinnen die Uraufführung des Singspiels rund um Regens Wagner und Sr. Theresia Haselmayr mit. Vor 175 Jahren gründeten die beiden in Dillingen die erste Schule für gehörlose Mädchen. Unsere Vorfahrin und der Regens inspirierten und ermutigten einander, sich für Menschen einzusetzen, die in der damaligen Zeit an den Rand der Gesellschaft gedrängt waren, kaum beachtet wurden, isoliert und chancenlos waren.

Was aus dem „Funken“ der beiden wurde, wissen wir:
In den 14 Regens-Wagner-Zentren begleiten knapp 7.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ca. 9000 Menschen mit Behinderung in den verschiedenen Altersstufen. Wir Dillinger Franziskanerinnen sind ein wesentlicher Teil dieser Geschichte, auch wenn der Name der „Meisterin Theresia Haselmayr“ nicht im Namen des Werks, der Stiftung, erscheint.

Doch zurück zum Singspiel.
Kathrin Reile und Andreas Schneider, Mitarbeiterin und Mitarbeiter bei Regens Wagner, hatten die künstlerische Leitung inne, auch die Texte und Lieder sind ihrer Kreativität und ihrem Einfühlungsvermögen entsprungen. Mit Hingabe und enormer Spielfreude präsentierten rund 60 Aktive wichtige Etappen der Entstehung des Regens Wagner Werks. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Regens Wagner Dillingen, Kinder der Arche-Kindertagesstätte und fünf unserer Mitschwestern zündeten ein Feuerwerk aus Worten, Tönen, Gesten, mal leise und nachdenklich, mal fröhlich beschwingt.

Jürgen Stella, Schulleiter der Theresia-Haselmayr-Schule in Dillingen, und Miriam März, Mitarbeiterin im Therapiezentrum, gelang es, die beiden Persönlichkeiten des Anfangs glaubwürdig darzustellen. Jedes Wort, jede Geste passte. Viele Szenen berührten: Ereignisse aus der Kindheit von Regens Wagner, Gespräche zwischen Sr. Theresia Haselmayr und dem Regens, die Bereitschaft der Schwesterngemeinschaft, sich auf neue Wege einzulassen, lebendige Schulszenen, die Sorge um die Finanzen, die Aussendung der Schwestern an neue Orte und andere mehr.

Der Rückblick auf die Anfänge mündete in den Blick auf die Gegenwart: So erzählten einige Menschen mit Behinderung, was es für sie bedeutet, zur Regens Wagner Gemeinschaft zu gehören.

Mich berührte besonders auch der Augenblick, als Sr. Ludwitha, Sr. Antonia und Sr. Annette als Vertreterinnen der heutigen Gemeinschaft der Dillinger Franziskanerinnen jetzigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern symbolisch die Verantwortung übergaben und dann einen Schritt in den Hintergrund traten. Das ist unsere Realität, die wir getrost akzeptieren können, weil wir darauf vertrauen, dass der Funke des Anfangs längst übergesprungen ist und in vielen Menschen weiterbrennt.

Der Funke sprang auch auf die Zuschauerinnen und Zuschauer über. Daran hatte die ansprechende musikalische Gestaltung wesentlichen Anteil. Alle waren zum Mitsingen der Refrains eingeladen.

Die Band, darunter Sr. Maria und Sr. Friederike, und der Chor präsentierten die Lieder so schwungvoll und mitreißend, dass es ein Leichtes war, einzustimmen. Viele Liedtexte sind Originalzitate von Regens Wagner, die seine Motivation, sein Menschenbild, seinen Gauben zum Ausdruck bringen. Besonders beeindruckend war der Schlusschor, bei dem alle Beteiligten, einschließlich eines Gebärdenchors, mit dem Publikum sangen: „Wir sind heute, steh‘n zusammen, bauen weiter auf Stein für Stein. Und ist das Steinchen, das ich setze, auch so klein, wird es ein Stückchen von dem großen Bauwerk sein.“

(Schwester Martina Schmidt)

Am 14.01.2022 wurde die seit dem 01.01.2022 amtierende erste Provinzleitung der Deutschen Provinz offiziell in ihr Amt eingesetzt.

Kloster Maria Medingen stellt 70 Plätze für Flüchtlinge aus der Ukraine zur Verfügung

Am 07. Januar 2022 war der Tag des Umzugs für Sr. Martina Schmidt und Sr. Clara Mende. Begleitet von zwei Mitschwestern aus Bamberg traf Sr. Martina am späten Vormittag in Dillingen ein. Sr. Clara hatte nur einen kurzen Weg von Mödingen.

Wir Dillinger Franziskanerinnen unterstützen die Frankfurter Erklärung: Für eine synodale Kirche!

Provinzsitz der Dillinger Franziskanerinnen – Deutsche Provinz – ab 1. Januar 2022:

Aus drei mach eins! Drei selbständige Provinzen in Deutschland bilden ab 1.1.2022 die eine Deutsche Provinz der Dillinger Franziskanerinnen. Was in vielen Arbeitsgruppen und auf verschiedenen Ebenen vorbereitetet worden war, wurde im August endgültig in trockene Tücher gebracht.

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