Baumpflanzaktion im „Klosterwald“
KiTa Kinder helfen beim Pflanzen von 160 Bäumen

Der Wald in Bayern ist aufgrund des sich verändernden Klimas und Schädlingsbefall in einem kritischen Zustand. Auch im Klosterwald in Mödingen sind Bäume krank, sterben ab und müssen entfernt werden. Uns Dillinger Franziskanerinnen ist der „Klosterwald“ ein Herzensanliegen. Er soll ein zukunftsfähiger, stabile Laub-Mischwald werden. Mit der Forstgemeinschaft Dillingen wurde überlegt, welche klimaresilienten Bäume im Klosterwald gut gedeihen können. Alle Baumarten sollten mit dem Klimawandel und den bevorstehenden längeren Trockenphasen besser zurechtkommen es bei vielen heimischen Baumarten bislang der Fall ist.
Bereits im Frühjahr 2025 wurden 850 Bäume gepflanzt. Das Engagement für „Mutter Erde“ wird auch dieses Jahr weitergeführt, und zwar am 27. März.

Zu dieser Pflanzaktion waren die Vorschulkinder der Kindertageseinrichtung St. Clara im Kloster Maria Medingen (Mödingen) eingeladen. Ausgestattet mit Gummistiefeln, Arbeitshandschuhen und Schaufeln kamen die Kinder im Klosterwald an. Dort wurden sie von Herrn Bartik von der Forstgemeinschaft Dillingen und seinem Team erwartet. Nach einer kurzen Einführung wurden die Kinder in zwei Gruppen aufgeteilt: Setzlinge pflanzen oder Pflanzlöcher ausbuddeln. Mit Feuereifer und viel Begeisterung hoben die Kinder Löcher im Waldboden aus und pflanzten die Setzlinge ein.
Bei dieser Aktion wurden insgesamt 285 Bäume gepflanzt. 125 Bäume wurden zur Nachbesserung in der im Frühjahr 2025 angepflanzten, eingezäunten Fläche eingesetzt. Die Kindergartenkinder halfen bei der Pflanzung von 160 Bäumen!
Gepflanzt wurden 150 Esskastanien und 50 Robinien. Beides sind Baumarten, die ursprünglich aus wärmeren Regionen stammen. Diese beide Arten liefern sehr hochwertiges Holz, kommen mit längeren Trockenphasen sehr gut zurecht und bieten durch ihre großen Blütenstände auch eine großartige Bienenweide.
Außerdem wurden 25 Schwarznuss-, 25 Wildbirnen- und 25 Wildapfelsetzlinge eingebracht. Die blühenden Obstbäume sollen den Waldrand auflockern und ihre Früchte dienen zusätzlich als Wildfutter. Die Schwarznuss ist ein Exot und stammt ursprünglich aus Nordamerika. Sie liefert ebenfalls sehr hochwertiges Stammholz. Als optische „Farbtupfer“ wurden am Wegesrand noch 5 Ambersetzlinge gepflanzt, die im Herbst durch die leuchtend rote Laubfärbung auffallen. Ebenso bieten die 5 gepflanzten Tulpenbäume mit den grün-orangenen Blüten ein optisches Highlight.

Um die jungen Bäume vor Wildverbiss und Fegeschäden zu schützen, wurden nach der Pflanzung unterschiedliche Einzelschutzmaßnahmen angebracht. Mit großem Eifer brachten die Kinder die Hüllen und Gitter an den Setzlingen an. Manche Kinder waren so engagiert, dass sie kaum Zeit für eine Kekspause hatten.

Leider war die Zeit im Wald für die Kinder im Nu vorbei und viel zu früh mussten sie sich wieder auf den Rückweg zum Kindergarten machen. Für Groß und Klein war die Pflanzaktion eine sehr erfüllende Zeit. Es war einfach nur schön, mitzuerleben, mit wie viel Begeisterung und Elan die Kinder bei der Sache waren. Im Sommer werden sie den Wald besuchen und schauen, wie „ihre Bäume“ wachsen!